Planbereiche, Zielwerte und weitere Angaben
Die Grunddosis gilt im ersten Tabellenbereich. Pro weiterem BZ-Bereich kommt die eingestellte Steigerung hinzu. Unterhalb und oberhalb des Tabellenbereichs gelten die separaten Anweisungen.
01 Verlauf
BZ in mg/dl · Dosis in IE| Nutzen | Datum | Morgens | Mittags | Abends | Spät-BZ* | Besonderheit | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BZ | IE | BZ | IE | BZ | IE | |||||
* Optionaler Spätwert nach dem Abendessen. Nur nutzen, wenn der Messabstand ärztlich als vergleichbar beurteilt wurde. Nicht passende Tage über „Nutzen“ ausschließen.
Aus Excel einfügen
Ohne Überschrift: Datum | BZ morgens | IE morgens | BZ mittags | IE mittags | BZ abends | IE abends | optional Spät-BZ. Tabulatoren oder Semikolon. Spätere Spalten dürfen leer bleiben.
Automatischer Dosisentwurf
Wie wird die Tabelle berechnet?
Der automatische Entwurf erzeugt für jeden gedruckten BZ-Bereich einen Dosis-Stützpunkt. Die verbundenen Punkte bilden die Kennlinie. Ein Punkt kann auf ganze IE frei nach oben oder unten gezogen werden und wird nur bei 0 IE sowie an der eingestellten Dosisobergrenze begrenzt. Eine manuelle Bewegung schaltet nur die betreffende Tageszeit auf ärztliche Einstellung. Es wird keine Dosis aus dem Basalinsulin abgeleitet.
Verlauf auswerten
Modell und Startannahmen
Zunächst wird S = 200 / typische beobachtete Dosis angesetzt (mg/dl je IE). Das entspricht bei 10 IE einer Startschätzung von 20 mg/dl je IE. Die 200 ist ein veränderbarer Entwurfsparameter, keine aus einem einzelnen Intervall gemessene Wirkung und keine validierte Dosierformel.
Je Intervall: Z = Folgewert, auf das Zielband begrenzt. Vorschlag im beobachteten BZ-Bereich = tatsächliche Dosis + (Folgewert − Z) / S. Tabellen-Grunddosis = dieser Vorschlag minus Anzahl der Tabellenbereiche bis zum Ausgangs-BZ × Schrittweite / S. Die Zuordnung erfolgt von Anfang an zu den gedruckten BZ-Bereichen; Auswertung und Tabelle verwenden dieselbe Rundung und Dosisobergrenze. Aus mehreren Tagen wird ein nach Aktualität gewichteter Median gebildet. Steigerung je BZ-Bereich = Schrittweite / S. So fließen gegebene Dosis, beobachtete Veränderung und gewünschte Korrektur zusammen.
S wird erst nachgeführt, wenn mindestens drei voneinander getrennte Tagespaare vorliegen: Ausgangs-BZ höchstens 20 mg/dl auseinander, Abstand höchstens 3 Tage und Dosendifferenz mindestens 2 IE. Die Änderung der BZ-Veränderung geteilt durch die Dosendifferenz liefert eine lokale Wirkungsschätzung. Alle Paare müssen eine gleichgerichtete Wirkung zeigen, ihre Streuung darf höchstens 50 % des Medians betragen. Maximal 50 % dieser Schätzung werden eingemischt. Vergleichbarkeit bleibt eine Modellannahme; Zustandswechsel über „Auswerten ab“ oder Ausschluss markieren.
Niedrige Werte unter der Prüfschwelle stoppen den automatischen Entwurf der betroffenen Spalte. Keine vollständige Reaktion nach der Abendgabe: Abendspalte bleibt offen. Weiter entfernte BZ-Bereiche sind Modellfortschreibungen, keine dort gemessenen Dosiswirkungen.